Road Trip Finnmark Norwegen Teil 1

Das Jahr 2017 war für mich ein echt erfülltes Reisejahr. Neben einigen Wanderungen, Städtereise habe ich natürlich auch einige Roadtrips absolviert. Oftmals sind diese kurzen Reisen für mich sehr intensiv und kompakt. Vordergründig geht es einfach darum, mal „raus zu kommen“ und den Alltag hinter mir zu lassen. Aber zugleich helfen mir Roadtrips, um neue Regionen für umfangreichere Reisen zu entdecken. Ein echtes Highlight war der Road Trip in die Finnmark und den Norden Skandinaviens.

Die Idee, einen Trip ganz in den Norden zu unternehmen, hatte ich schon länger. Interessiert haben mich vor allem zwei Orte, Kirkenes an der russischen Grenze und Gamvik mit seinem Leuchtturm. Und natürlich der Reiz, einmal auf das Polarmeer, die Barentssee zu schauen und den Fuß dort ins Wasser zu halten. Problematisch war im Grunde nur das Wetter. Ich wollte unbedingt meine Zeit dort oben bei halbwegs sonnigen Wetter verbringen. Nicht ganz so einfach, wenn man weiß, dass das Wetter sehr unbeständig und wechselhaft ist. Mehr oder weniger „hangelte“ ich mich 4 Monate lang von Prognose zu Prognose. War es schön, hatte ich oftmals keine Zeit oder war bereits anderweitig unterwegs. Dann aber hat es Ende August/Anfang September gepasst.

Karte Road Tripp Finnmark
Karte Road Tripp Finnmark

Also habe ich spontan die Reise begonnen, Donnerstag bis Sonntag hatte ich eingeplant. Von Umeå bis nach Kirkenes sind es etwa 1000 km, berechnete Fahrzeit ca. 12 bis 14 Stunden. Mein Plan war, zeitig am Donnerstag zu starten, um spätestens gegen 22.00 Uhr am Abend in Kirkenes zu sein. Das ging gründlich schief, letztendlich saß ich gegen 15.00 Uhr im Auto und machte mich auf den Weg. Es war zu erwarten, dass ich auf der Strecke Umeå – Luleå eine Menge Pendler und LKWs begegnen würde. So benötigte ich ungleich länger als geplant. In Överkalix war ich dann am frühen Abend und am Horizont deutete sich Regenwetter an. Ich konnte noch einige Aufnahmen machen, kurze Zeit später begann es zu regnen.

Sonnenuntergang Polarkreis
Sonnenuntergang Polarkreis

Nun war nicht mehr der Verkehr mein Problem, nun war es die Dunkelheit bzw. Dämmerung und der Regen. Autos begegnet man so gut wie keinen mehr, die Gefahr geht jetzt mehr von Elchen und Rentieren aus. Ich musste das Tempo herunternehmen und mich komplett auf die Straße konzentrieren. Gegen 21.00 Uhr, ich hatte den Polarkreis schon längst überquert, war ich dann in Pajala. Von hier hatte ich geplant, die Europastraße zu verlassen und nach Finnland zu wechseln. Doch nach einer kurzen Pause und einigen Überlegungen entschied ich mich, die Nacht in Pajala zu verbringen. Das konzentrierte Fahren hatte seinen Tribut verlangt und ich war Müde. Eine Nacht durchzufahren erschien mir nicht verlockend und auch zu riskant. Wie recht ich damit hatte, sollte der nächste Tag zeigen…

Ich mietete mir ein Hotelzimmer, was natürlich für mein kleines Reisebudget nicht unbedingt gut war. Aber eine Nacht im Zelt schien nicht verlockend, zumal die Temperaturen bereits um die 0 Grad lagen. Trotz der Fehlplanung hatte der Abend noch eine angenehme Überraschung für mich. Nachdem die Wolken sich verzogen hatten, konnte ich das erste Polarlicht nach dem Sommer bewundern…

Hotel in Pajala
Hotel in Pajala – zweckmässig und gut!

Hier geht es zum zweiten Teil

4 Gedanken zu „Road Trip Finnmark Norwegen Teil 1

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