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Polarlichter – magischer Himmel im Norden

Zum Fotografieren bin ich erst sehr spät gekommen. Smartphone und maximal eine kleine Digitalkamera haben mich bisher begleitet. Bis eine Freundin meinte, ich sollte doch einmal überlegen, mir eine richtige Kamera anzuschaffen…

Das war vor gut einem Jahr und die Kamera entwickelte sich für mich zu meinem persönlichen Therapeuten. Mir ging es zu dieser Zeit nicht besonders gut, ich hatte die Liebe meines Lebens von heute auf morgen verloren. Für gut 400 Euro kaufte ich mir eine Nikon D3300 und diese zwang mich, nach draußen zu gehen. Im Nachhinein der beste Kauf meines Lebens. Ich begann zu experimentieren. Tausende und abertausende Bilder liegen heute auf meinem Laptop und in der Cloud. Selbst grottenschlechte Aufnahmen wage ich nicht zu löschen.

Schnell fand ich eine Nische, die mich herausforderte: Nordlichter. Der Reiz, etwas abzubilden, was unglaublich schön und magisch ist, brachte mich auch direkt an die Grenzen meines Wissens und Könnens. Die ersten Bilder bzw. Versuche waren mehr als daneben. So begann ich zu googeln und viel zu lesen. Ein Extra-Objektiv passte nicht ins Budget und so musste ich versuchen, aus dem Standard-Objektiv 18 – 55 mm / f 3,5 – 5,6 das Maximale herauszuholen.

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Die Aufnahme entstand im September 2017 auf den Lofoten/Norwegen

Ich habe noch viel zu lernen in diesem Bereich, aber die Bilder werden langsam besser. Und ein Vorteil gibt es ja! Die Saison fängt gerade erst wieder an…

Polarlichter fängt man natürlich nicht mit der automatischen Einstellung. Welche Einstellungen verwende ich also für meine Bilder mit dem obengenannten Objektiv? Das kommt ein wenig auf die Umgebung und die Nordlichter selber an. Im groben kann man aber sagen, dass ich mich zwischen folgenden Werten bewege:

Exposure time / Belichtungsdauer – 8 bis 16 Sekunden
ISO Wert – 200 oder 400
Blende – f 3,5 bis 3,8

Stativ ist natürlich ein Muss, ebenso manueller Fokus und ich verwende immer die LiveView. Die Schwankungen in den genannten Werten beruhen im Grunde auf der Stärke der Nordlichter und der Beleuchtungssituation um mich herum.

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Ebenfalls im September 2017 auf den Lofoten.

Ich habe verschiedene Hotspots für Aufnahmen. Zum einen natürlich meine Heimatstadt Umeå, was aber einige Probleme mit sich bringt. Die Umgebungslichter machen es etwas schwierig und die Häufigkeit von Polarlichtern nimmt schon deutlich ab im Gegensatz zu nördlicheren Punkten. Eine „Garantie“ für Nordlichter hat man bei entsprechenden Wetter eigentlich immer auf den Lofoten sowie den in der Finnmark ganz im Norden Norwegens. In Schweden habe ich zudem noch gute Erfahrung gemacht rund um Abisko und dem Weg zwischen Kiruna und Narvik. In Finnland finde ich die Kulisse sehr schön in der Gegend von Kolari und Ylläsjärvi.

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